Xceranas Kräuterparadies

 Kräuteröl

Duftveilchen

Nicht immer stehen uns im gesamten Jahr frische Kräuter zur Verfügung, die wir dann für die verschiedensten Anwendungen nutzen können. Da sich pflanzliche Inhaltsstoffe sehr gut in Öl lösen, ist Kräuteröl hervorragend für die Weiterverarbeitung von Salben, Cremes oder Massageöle geeignet. Aber man kann es auch in der Küche verwenden.
Oft wird die Frage gestellt, ob man frische Kräuter für Öle verwenden kann. Diese Frage muss nicht unbedingt mit "nein" beantwortet werden, aber diese Methode hat mehrere negative Aspekte. Einerseits kommt es - vor allem bei Kaltauszügen - durch das in der frischen Pflanze enthaltene Wasser sehr oft zu einer Schimmelbildung. Andererseits verkürzt sich auch die Haltbarkeit des angesetzten Pflanzenöles, wenn man mit frischen Pflanzen arbeitet, da das Öl durch die Feuchtigkeit schneller ranzig wird.
Bei frischen Kräutern empfehle ich deshalb, diese vorher mindestens 1 bis 2 Tage antrocknen zu lassen, damit die Feuchtigkeit in den Pflanzenteilen wesentlich reduziert wird.
Auf 500 ml Öl gibt man ungefähr 250 g getrocknete Kräuter oder Pflanzenteile hinzu. Sollte man doch mit frischen Pflanzen arbeiten, gibt man die 2- bis 3fache Menge in das Öl. Egal, ob die Kräuter getrocknet oder frisch verwendet werden, sie sollten so klein wie möglich geschnitten oder zerkleinert sein, damit das Öl gut an das gesamte Pflanzenmaterial herankommt und die Inhaltsstoffe ausziehen können. Aus diesem Grund ist es auch notwendig, das Glas während der Zeit des Ziehens öfters durchzuschütteln. Immer auch darauf achten, dass alle Teile der Pflanze mit dem Öl bedeckt sind, denn auch herausragende Teile können eine Schimmelbildung begünstigen. Sollte dies der Fall sein, einfach noch ein wenig Öl hinzugeben und wieder gut durchschütteln.
Um die Wirksamkeit eines Kräuteröles zu erhöhen, gibt es auch die Möglichkeit, den Kräuterölansatz mehrfach zuzubereiten. Das heißt, wenn man das erste Mal das Öl abgegossen hat, gibt man noch einmal Kräuter hinzu und lässt das Mazerat noch einmal 3 bis 4 Wochen ziehen. Dann wieder alles abseihen.

Kräuteröl (Kaltauszug)
Zutaten:        
* Kräuter (frisch oder getrocknet)
* ein gutes Öl (Olivenöl, Sonnenblumen-, Rapsöl o.a.), auch Kokosöl ist möglich, aber sehr zeitaufwendig, dass es immer wieder einmal erwärmt werden muss, um die Kräuter durchzuschütteln)
Die Kräuter in ein Glas geben und mit Öl auffüllen, bis alle Pflanzenteile gut mit dem Öl bedeckt sind, alles gut durchschütteln und mindestens 4 Wochen an einen hellen, aber nicht sonnigen Ort stellen. In dieser Zeit immer wieder schütteln und kontrollieren, ob das Öl noch alle pflanzlichen Bestandteile völlig bedeckt. Falls nicht, noch einmal etwas Öl nachgießen und wieder durchschütteln. Jetzt alles durch einen Kaffeefilter oder ein feines Tuch (Küchenhandtuch ist auch möglich) abseihen (bei einem Baumwolltuch die Kräuter noch etwas ausdrücken) und das gereinigte Öl in Flaschen füllen. Entweder dunkle Flaschen verwenden oder diese an einem dunklen Ort aufbewahren. Die Haltbarkeit des Öles richtet sich immer nach der Haltbarkeit des Basisöles.

Kräuteröl (Warmauszug)
Zutaten:
* ein gutes Öl (Olivenöl, Sonnenblumen-, Rapsöl o.a.), auch Kokosöl ist möglich, aber sehr zeitaufwendig, dass es immer wieder einmal erwärmt werden muss, um die Kräuter durchzuschütteln)
Die Blätter zerkleinern und diese in das Öl geben, welches man zuvor im Wasserbad erwärmt hat. Das Ganze unter ständigem Rühren ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen. Dabei darauf achten, dass das Wasser nicht kocht. Die Idealtemperatur liegt zwischen 60 bis 70 Grad. Dann das Glas aus dem Wasser nehmen und ca. 30 bis 40 Minuten ziehen lassen, dabei auch immer wieder ab und zu umrühren. Nun alles gut abseihen und in Gläser füllen. Wir empfehlen bei den Gläsern und Sieben auf Metall zu verzichten, da einige Inhaltsstoffe in den Pflanzen auf Metall reagieren und diese ihre Wirkung verlieren können.

Wenn man Kokosöl verwendet, kann man sich das öftere Erwärmen auch ersparen. Das ist jedenfalls meine persönliche Erfahrung. Hier gehe ich wie bei der Salbenherstellung mit Schweineschmalz vor. Ich erwärme das Kokosöl, gebe die Kräuter dazu und lasse es ca. 20 Minuten unter ständigem Rühren köcheln (nicht braten, da die Wirkstoffe sonst zerstört werden). Das Ganze dann entweder über Nacht oder 24 Stunden ziehen lassen. Alles wieder erwärmen und abseihen. Dann in Gläser füllen. Nun kann ich das Mazerat direkt als Salbe verwenden oder die entsprechende Menge für die Weiterverarbeitung verwenden, indem ich die notwendige Menge entnehme oder das gesamte Mazerat noch einmal aufzuwärmen.

 


 

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